Drohender Kahlschlag im Sozialen
Im April 2026 veröffentlichte Der Paritätische Gesamtverband ein Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, das drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe enthält. Die Pläne umfassen Kürzungen von mindestens 8,6 Milliarden Euro, wobei viele vorgeschlagene Maßnahmen in ihrem finanziellen Umfang zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht ermittelt waren.
Frauen helfen Frauen e.V. Tübingen stuft diese Kürzungen als sehr riskant ein. Die geplanten Sozialkürzungen werden wichtige Hilfen für Kinder, Familien und Menschen mit Behinderungen einschränken. Für Frauenhäuser und gewaltbetroffene Frauen ist besonders kritisch, dass individuelle Unterstützungsangebote geschwächt werden. Ursachen wie häusliche Gewalt werden kaum berücksichtigt. Zudem würden Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss viele Alleinerziehende, vor allem Frauen, zusätzlich belasten.
Die Veröffentlichung von Der Paritätische unter dem Titel "Drohender Kahlschlag im Sozialen" enthält eine Einordnung des Arbeitspapiers, eine Übersicht der Kürzungsvorschläge und Bewertung des Paritätischen im Einzelnen sowie das Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“.
Pressemitteilung vom 16. April 2026
Meldung vom 16.06.2026